Der kreative Mastermind hinter Stray Gods, Bob Katsionis, hat sich mit der Band eindeutig vorgenommen, die Legende von Iron Maiden hochleben zu lassen. Beim ersten Durchhören des neuesten Albums “Olympus”, das bei ROAR! – Rock Of Angels Records erschienen ist, könnte man fast meinen, man höre eine bisher unveröffentlichte Perle aus dem Repertoire der Eisernen Jungfrauen selbst. Doch der erste Eindruck täuscht. Obwohl die Band sich anfangs als Tribute-Projekt profilierte, beweist sie mit diesem Album eine beeindruckende Reife und Diversität, die weit über das hinausgeht, was man gemeinhin von einer Hommage erwartet.

Von der ersten Sekunde an packt “Out Of Nowhere” den Zuhörer mit einer Mischung aus sanften und harten Gitarrenklängen. Die Geschwindigkeit steigt an, und plötzlich befindet man sich in einem musikalischen Galopp, der Erinnerungen an klassische Iron Maiden-Songs weckt. Artur Almeida, der portugiesische Sänger der Band, beeindruckt mit seiner Stimme, die Bruce Dickinson zu einem verblüffend genauen Grad nachempfindet. Almeidas Talent zeigt sich jedoch nicht nur in seiner Fähigkeit zur Imitation; es wird klar, dass er auch als eigenständiger Künstler viel zu bieten hat.

 

 

Präzision und Dynamik: Eine musikalische Entdeckungsreise

Eines der bemerkenswertesten Elemente des Albums ist die Bandchemie. Die Gitarrenarbeit von Bob Katsionis und dem neu hinzugefügten John McRis ist präzise und kraftvoll, das Rhythmusfundament aus Bass und Schlagzeug steht wie eine Eins, und die Produktion ist knackig und druckvoll. Dieses Zusammenspiel ermöglicht es der Band, in komplexeren Stücken wie “The Other Side Of The Mirror” und “The Sign” eine Vielzahl von musikalischen Elementen und Stilen miteinander zu verweben.

“Ghost From The Future” folgt dem Eröffnungsstück und führt die energiegeladene Dynamik fort, während es mit einer Komplexität aufwartet, die eher an Bruce Dickinsons Soloarbeiten erinnert. “The Other Side Of The Mirror” bietet neben einem mitreißenden Chorus auch ein geschicktes Spiel mit dem Tempo und zeigt damit die Bandbreite des Albums.

Mit “The Sign” wechselt das Album ins Midtempo und zeigt damit, dass Stray Gods nicht nur für schnelle Nummern gut sind, sondern auch für komplexere, melodischere Stücke. Der Song fällt insbesondere durch seine Abkehr vom typischen NWOBHM-Sound auf und lässt die Band in einem neuen Licht erscheinen.

Die Reise endet mit dem epischen Titeltrack “Olympus”, der den Zuhörer durch eine Welt von komplexen Rhythmen, melodischen Wendungen und kompositorischer Finesse führt. Dieses etwa zehnminütige Werk zeigt, dass die Band nicht nur in der Lage ist, ihre Vorbilder zu ehren, sondern auch eigene, komplexe und anspruchsvolle Werke zu schaffen. Es wäre Unfair diese Band als Maiden-Abklatsch abzutun! Sie sind viel Mehr als das! Nämlich Heavy Metal mit Leib und Seele.

Die Wertung:

Kompositionen: 10 von 10 Punkten
Songwriting: 8 von 10 Punkten
Musikalische Leistung: 9 von 10 Punkten
Produktion: 7 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 8,5 von 10 Punkten

Das Fazit und Ein überzeugendes Gesamtbild

Die Anleihen bei Iron Maiden sind unüberhörbar, doch Stray Gods gelingt es, eine einzigartige Balance zwischen Hommage und Eigenständigkeit zu finden. Dies wird besonders deutlich in der Vielzahl von „Easter Eggs“, die das Album durchziehen und die Fans zum wiederholten Hören einladen. Einzige Abstriche mussten hierbei jedoch bei der Produktion gemacht, aber dies ist verschmerzbar.

Fazit: “Olympus” ist ein eindrucksvolles Album, das weit über eine einfache Hommage hinausgeht. Die Band zeigt sich als eine starke Einheit, die sich weder auf ihren Lorbeeren ausruht noch sich im Schatten ihrer Vorbilder versteckt. Fans von Iron Maiden und allgemein von qualitativ hochwertigem Heavy Metal sollten sich dieses Album nicht entgehen lassen. Es wird spannend sein zu sehen, wie Stray Gods sich in Zukunft weiterentwickeln werden.

Mehr zu Stray Gods im Netz:

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