Philipp Gottfried

In der Rolle des strebenden Chefredakteurs bringt Philipp Gottfried seine umfassende journalistische Erfahrung, die ihn seit 2012 begleitet in dieses Magazin ein. Seine tiefe Leidenschaft für Musik und Unterhaltungskultur ist das Herzstück seiner Arbeit. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit kann er auf über zwei Jahrzehnte als Musiker zurückblicken und hat sich ebenso als Promoter und Labelchef einen Namen gemacht.

Mastodon – „Marrow Deep“: Mit gewaltigen Riffs gegen die Geister der Vergangenheit (Musikplaylist) [ Progressive Metal | Sludge Metal | Progressive Rock ]

Mastodon stehen auf „Marrow Deep“ vor einer Frage, die sich mit einem besonders komplizierten Riff allein kaum beantworten lässt: Wie klingt eine Band weiter, wenn ein Teil ihrer unverwechselbaren Persönlichkeit fehlt? Das neunte Studioalbum ist das erste ohne Brent Hinds, der die Band im März 2025 verließ und im August desselben Jahres bei einem Motorradunfall

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Marilyn Manson – „One Assassination Under God – Chapter 2“: Der Antichrist Superstar schlägt zurück (Musikplaylist) [ Industrial Rock | Gothic Rock | Alternative Metal ]

Marilyn Manson muss kaum den Mund öffnen, um unverkennbar zu sein. Ein schleppender Beat, eine verzerrte Silbe, ein religiöses Bild mit absichtlich vertauschtem Vorzeichen – schon steht die alte Kunstfigur wieder vollständig im Raum. Auf „One Assassination Under God – Chapter 2“ bleibt Manson sich deshalb einerseits treu: Tod, Vergeltung, Märtyrertum und Wiederauferstehung bilden weiterhin

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Stiff-Necked lassen „Slow Karma“ in 133 Sekunden frontal einschlagen (Musikplaylist) [ Hardcore | Metalcore | Beatdown Hardcore ]

Zwei Minuten und dreizehn Sekunden sind ausreichend, wenn eine Band nichts zu erklären hat. Stiff-Necked kommen aus der Long-Island-Hardcore-Schule, in der ein Song selten höflich anklopft, bevor er das Mobiliar neu sortiert. „Slow Karma“ setzt diese Tradition fort und trägt schon im Titel einen hübschen Widerspruch: Karma mag langsam arbeiten, diese Band tut es nicht.

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Black Violence lassen auf „Dirty Soul“ die Klangbühne beben – schwer, schmutzig und kompromisslos (Musikvideo) [ Alternative Metal | Death Metal | Heavy Metal ]

Die Turiner Black Violence sind keine Band, die ihre Wirkung über filigrane Umwege sucht. Ihr Hard’n’Heavy lebt von Druck, dunkler Färbung und einer beinahe körperlichen Präsenz. „Dirty Soul“ knüpft genau dort an, wirkt aber zugleich wie eine Zuspitzung der eigenen Handschrift. Die Single stellt Härte nicht einfach über Lautstärke her, sondern über Verdichtung. Die Klangbühne,

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Dusty Edinger zeigt mit „Beginning to Break“, wie hörbar Beziehungen Risse bekommen (Musikplaylist) [ Alternative Rock | Pop Rock | Power Pop ]

Eine Beziehung kann längst kaputt sein, bevor jemand den Schlusspunkt ausspricht. Dusty Edinger interessiert sich auf „Beginning to Break“ genau für diesen unangenehmen Zwischenzustand. Der Song handelt nicht vom großen Knall danach, sondern von dem Moment davor: Die ersten Risse sind sichtbar, das Vertrauen bekommt Spiel, und trotzdem versucht mindestens eine Seite noch, das Gebilde

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Tjipkali lässt aus „Ashes to Light“ Wärme, Hoffnung und Herkunft sprechen (Musikplaylist) [ Roots Reggae | Reggae | Caribbean Reggae ]

Ein Hausgecko ist kein besonders majestätisches Wappentier. Genau deshalb passt er zu Tjipkali. Das Rotterdamer Projekt mit indo-surinamischen Wurzeln macht aus dem unscheinbaren Nachtbewohner ein Symbol für Herkunft, Schutz und jene Zuneigung, die im Familienalltag eher getan als ausgesprochen wird. „Ashes to Light“ setzt diesen Gedanken musikalisch erstaunlich konsequent um. Statt Roots Reggae mit Hochglanz

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ERIC ALEXANDRAKIS – „Life Is Better Live [Steppenwolf 50]“: Zwischen Klangkunst, Stille und kontrolliertem Chaos (Musikplaylist) [ Avant-Garde | Experimental Electronic | Sound Art ]

Wer bei „Steppenwolf 50“ reflexartig an „Born To Be Wild“ denkt, sitzt im falschen Film. Eric Alexandrakis vertont mit „Life Is Better Live“ keinen Rückblick auf die Rockband, sondern einen Kurzfilm von Fotograf und Regisseur Sandro Miller für dessen Ausstellung zum 50. Jubiläum des Chicagoer Steppenwolf Theatre. Entsprechend wenig interessiert sich der zweimal Grammy-nominierte Multiinstrumentalist

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