BONFIRE – Fistful Of Fire: die folgerichtige Konsequenz zu „Temple Of Lies“ (2018) (Audio & Video) [ Hard Rock | Melodic Metal ]

 

Fistful Of Fire“ – ja, da legst di nieder! 😉 Ziemlich genau zwei Jahre nach ihrer letzten Studio-Rille „Temple Of Lies“ kommen Hans Ziller und seine Mannen dieser Tage mit ihrem neuesten Streich ums Eck. Soviel schon vorweg: „Fistful Of Fire“ ist ohne jeden Zweifel das bisher härteste Album in der Geschichte der Ingolstädter Hard Rock-Institution. Ein Grund mehr, um auch das neue Machwerk einem ausführlichen ‚Lauschangriff‘ zu unterziehen.

Zwar untermauert die im Vorfeld veröffentlichte Videosingle „Rock’n’Roll Survivors“ die oben aufgestellte Behauptung nur teilweise, und auch das Intro „The Joker“ lässt durch sein fast esoterisches Flair anfänglich eine eher relaxte Eröffnung erwarten, aber selbiges steigert sich mit zunehmender Dauer, bevor es dann mit dem eigentlichen Opener „Gotta Get Away“ zur einer kräftig-wohlklingenden Entladung kommt. Heftiger, aber nicht minder melodisch geht es mit „The Devil Made Me Do It“ zur Sache. Eine extrem treibende Nummer, die hier und da ein wenig an THIN LIZZY erinnert und sich mit Sicherheit – nicht zuletzt wegen des catchy Refrains – neben den zahlreichen Klassikern im Live-Programm der Band rasend schnell und nahtlos einfügen wird. Mit ähnlicher Vehemenz, aber einen Zacken moderner knallt „Ride The Blade“ aus den Boxen, während man sich mit „When An Old Man Cries“ von der gefühlvollen Seite zeigt. Von dieser Powerballade gibt es am Ende des Albums noch eine großartige Acoustic-Version, die zweifellos das Zeug hat, es mit den ganz großen Klassiker-Balladen von BONFIRE aufzunehmen. Mit „Warrior“, das mich in gewissen Passagen doch etwas an „Praying For A Miracle“ aus „Byte The Bullet“ – der Einstandsscheibe von Sänger Alexx Stahl – erinnert, schlängelt sich eine richtig lässige AOR-Nummer durch die Gehörgänge. Als weitere Anspieltipps aus einer rundum gschmackigen und knackig produzierten Hard Rock/ Melodic Metal-Scheibe möchte ich Euch des Weiteren den alles in den Boden stampfenden Dampfhammer „Breaking Out“ und die äußerst erfrischend vorwärtsrockende Hymne „Gloryland“, die beide mit ihren perfekt maßgeschneiderten Instrumental-Intros („Fire Etude“ und „The Surge“) jeweils einen wunderschönen Spannungsbogen aufbauen, ans Herz legen.


(AFM Records, VÖ 03.04.2020)

Kurzum: „Fistful Of Fire“ ist für mich die folgerichtige Konsequenz zu „Temple Of Lies“ (2018), mit der Hans Ziller, Frank Pané (beide Gitarren), Sänger Alexx Stahl und Ronnie Parks (Bass) ihren auf „Byte The Bullet“ (2017) eingeschlagenen Weg unbeirrt weitergehen. Nicht zu vergessen Schlagzeuger und Neuzugang André Hilgers (ex-HERMAN FRANK/ ex-RAGE), der dem Material noch richtig frischen und fetten Punch verpasst.

Die Wertung

Gesamt: 8,5/10

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