Das KuFa gerockt: Krachomantik, Aimless Thought, Dude Ranch, Zloud (Konzertbericht) [ Indie | Rock | Underground ]

Vierfacher Spaß: KuFa-Konzert am 24. November 2023

Das war ein gelungener Vierer am 24. November 2023 im KuFa-Haus: 1 Proberaum – 4 Bands – 1 Konzert. Zloud, Dude Ranch, Aimless Thought und Krachomantik kennen sich von ihren Begegnungen im selben Raum und haben ihre Idee, ein gemeinsames Konzert auf die Beine zu stellen, einfach in die Tat umgesetzt. Bei dem großen Angebot an Konzerten an diesem Wochenende befürchtete ich etwas, dass es recht leer werden würde, aber ich hatte mich getäuscht: Vielleicht nicht bis auf den letzten Platz, so war es in der Halle doch ziemlich voll – schon vor dem ersten Akkord also ein positiver Einstieg in den Abend.

Als erster Act kam Krachomantik auf die Bühne.

Krachomantik
Krachomantik im KuFa

Dark Rock mit deutschen Texten. Gesang kam vom Frontmann, unterstützt von der Gitarristin. Wäre das vor 40 Jahren auf der Bühne gewesen, hätte man es einfach der NDW zugeschlagen – dem Teil, der nicht so spaßig durch die Charts zog, sondern eher der Undergound der Neuen Deutschen Welle, der etwas mehr Kritik und etwas mehr Punk im Blut hatte. Das Publikum ging schon hier gut mit und zeigte, dass dieser Freitag kein „fuckin‘ day“ werden würde, auch wenn dieser Titel in der Zugabe noch einmal kam.

 

 

Dann gingen Aimless Thought nach oben (die ich bereits in der KUBA-Halle WF gesehen hatte). Klar, das auffälligste Instrument ist die Blockflöte, aber es wäre falsch, diesen Aspekt in den Mittelpunkt zu stellen.

Aimless Thought
Aimless Thought beim KuFa-Konzert

Die Band bietet auch Bass, Keyboard, zwei Gitarren und vielen Stimmen (inkl. Drummer) und mixt einen unglaublich abwechslungsreichen Sound zusammen, bei dem zwar immer Rock dabei ist, aber bei jedem Song ein neuer Einfluss zu hören ist. Raus kommt also „Cropdesertrock“ – so nennen sie selbst ihren Stil und das ist so eigenständig wie eben die Musik. Übrigens hart genug, um eine Wall of Death vor der Bühne zu starten. Klasse.

 

 

Dritte Band war Dude Ranch.

Dude Ranch
Dude Ranch – KuFa-Konzert

Da gab es also Ranchcore. Das ist Metal mit einem Schuss Alternative und einem Spritzer Independent. Frontfrau Denise fand immer mehr Spaß daran, das Publikum anzuheizen und als dann drei „Howie-Maskottchen“ die Stimmung unten noch zusätzlich befeuerten, eskalierte die Party weiter.

Dude Ranch live
Dude Ranch live

Höhepunkt des Sets (und des gesamten Konzerts) war der fulminante Schluss-Song „Agony“, der in der Live-Version in einem begeisterten, langen Gitarren-Solo endete, bei dem das Wah-Wah genauso gekonnt im Einsatz war wie die Gitarre selbst.

 

 

#Den Schlusspunkt setzen Zloud, die als vierte Band auch einen vierten Stil mitbrachten: Zum harten Gitarren-Sound gab es hier rappigen Gesang. Auch Zloud hatten etliche Fans mit in die Halle gebracht, die die Band ordentlich abfeierten. Und damit ging dann kurz nach Mitternacht ein Konzert zu Ende, das die Erwartungen voll erfüllte: Spielfreudige Bands mit eigenen Songs und insgesamt einer abwechslungsreichen Stil-Breite, immer mit guter Härte im Sound.

Ein Extra-Wow geht an den Drummer von Krachomantik und an den Leadgitarristen von Dude Ranch und an den Sänger/Gitarristen von Zloud: Das ist ein und dieselbe Person. Hut ab für diesen dreifach-Einsatz, Jan Völkering!

Paar Weblinks noch

Was alles im KuFa läuft, könnt ihr hier sehen:

https://kufa.haus/

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