Junge, Junge…im Alter ist es echt schwer, Zeiten einzuhalten oder sich einfache Dinge zu merken. Wie z.B diesen Bericht von einem Konzert, was bereits einige Wochen in der Vergangenheit liegt.

Am 21.10.2023 sollte es nach Bielefeld gehen. Im Vorfeld müssen wir direkt sagen, dass der Mythos, dass es die Stadt nicht gibt, aufgehoben wurde. Wir waren vor Ort und können bestätigen, dass BIELEFELD eine Existenzberechtigung hat. Aber das ist nur Kokolores, kommen wir lieber zu den HARDFACTS. Es spielten auf den 1. IST DAS NOCH PUNK FESTIVAL 4 Bands aus der kleinen aber feinen subkulturellen Szene, die auch immer wieder unter verschiedenen Umständen aufeinander treffen. Jeder ist mit jeden befreundet, man unterstützt sich gegenseitig anstatt gegeneinander zu arbeiten. Das ist auch direkt der Grund, warum solche Festivals klappen. Es ist kein Kommerzgedanken oder Konkurrenzgedanken dabei. Einfach nur etwas zusammen planen, zusammen etwas aufbauen und dann schauen, was passiert.
Die Initiatoren des Abends waren die Band „LAG“. Auf der einen Seite ein Festival aufziehen, auf der anderen Seite Ihren Release der aktuellen EP „L.auter a.ls G.edacht“, die es wirklich in Sich hat. Aber dazu kommen wir in einem anderen Artikel.
Jetzt erst mal der wundervolle Abend im JZ Stricker Bielefeld. Eine unfassbare schöne Location, die das Herz einer Band höher schlagen lässt. Tolle Sound sowie Lichtanlage, geile Bühne und ein mega Backstage Raum mit eigener Bewirtung. Ihr glaubt gar nicht, wie schön so ein Backstage Raum sein kann, bevor man auf die Bühne geht, oder halt auch, wenn man runter kommt. 10 Min abschalten, sich umziehen und den Auftritt Revue passieren lassen.

Der Startschuss wurde die junge Band „Deine Misere“ gesetzt. Und mit Jung mein ich das wirklich so, wie es sage. Selten kam ich mir so alt vor. Aber das ist nur ein Nebenschauplatz. Es ist ja schön, dass es auch im Punkrockbereich immer wieder neue Bands gibt, die das ganze am Leben erhalten. Musikalisch war das ganze ein bisschen Kmpfsprt sowie KraftKlub. Erfrischender Sound allemal, aber man merkte schon, dass noch ein wenig Bühnenroutine fehlt. Aber das bitte nicht als Kritikpunkt setzen, sondern eher als Motivation. Mir persönlich hat das ganze sehr gut gefallen.
Nach einer Umbaupause ging es dann mit der eigenen Kapelle „Vier Meter Hustensaft“ weiter. Aber da werde ich natürlich nichts schreiben, das sollen andere beurteilen. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß an der Sache.
Die wirkliche Überraschung des Abends, war die Band „L.A.G“. Frontfrau „HEIKI“ rockt die Bühne mit Ihrer Stimmvielfalt, die es so im Punkrock Bereich selten bis gar nicht gibt. Das gibt den Songs eine wundervolle Tiefe und ihren ganz eigenen Charme. Und wenn das ganze auf der CD nur halb so gut rüberkommt, wie on Stage, dann müsste das eigentlich ein Verkaufshit werden. Überhaupt kann man der gesamten Band eine unbändige Spielfreude anheften. Das ist positiv, das macht Spaß, das regt zum feiern an.
DANKE L.A.G für diesen wundervollen Auftritt sowie das überragende DIY Festival.
Und bevor sich der Abend langsam zu Ende neigt, kommt mit ÜBERFLÜSSIG einer der Dienstältesten Newcomer Bands. Mein Gott, wie oft habe ich JOSCHA und Co auf den Bühnen gesehen. Und das bereits in den 90’er.
Heute teile ich die Bühne mit dieser Legende des Trashpops und feiere das ganze selbst vor der Bühne wie anno dazumal. Und wenn Legenden schon auf der Bühne stehen, dann dürfen Götter natürlich nicht fehlen…E-ALDI – Elektrogott setzte sich ans Schlagzeug und man huldigte die Abstürzenden Brieftauben.

Ein kleines Fazit zu dem ganzen. Kurz und knapp…ES WAR WUNDERVOLL. Ich hoffe, dass daraus eine Serie entsteht.

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