Wenn ein Album „Intergalactic Batte Tunes … stories from behind the dark side of the moon to the milky way an beyond!“ heißt, weckt schon der Name Aufmerksamkeit. Das Album-Cover ist der nächste passende Baustein des Sculforge-Debüts: Ein Raumschiff greift an, ein einzelner Soldat scheint bereit für die Verteidigung. Und dann kommt die Musik: 69 Minuten purer Gute-Laune-Power-Speed-Metal.

Zunächst weiter zum Inhalt: Die Story verlässt unseren Heimatplaneten und es geht weit hinaus ins All in fremde Galaxien, die Kämpfe und Abenteuer mit den Extra-Terrestrischen werden in insgesamt 26 Kapiteln erzählt. Warhammer-Fans werden sich mit der Thematik besonders schnell anfreunden können, den das Storytelling findet hier seine Wurzeln.

Damit sind wir bei der Musik – und der nächsten Besonderheit. Allen Haupt-Tracks sind kurze Intros vorangestellt, in denen der Erzähler die Hörerschaft auf das nächste Kapitel einstimmt. Dann geht’s los nach vorn. Polly (Guitars / Vocals), Fabz (Guitars), Chris (Drums) und Ariez (Bass) drücken aufs Gas! Ausgefeilte Songstrukturen sorgen mit Tempo für Spannung und Abwechslung. Die Gitarren führen (meistens mit Highspeed) durch die Songs, harte, saubere Soli lassen das Herz eines jeden Stromgitarrenfreundes höher schlagen und der cleane Gesang lädt spätestens bei den Refrains zum Mitsingen ein. Der Sound ruht (oder besser gesagt: spaceshuttlet) auf dem soliden Drum-Bass-Teppich der Rhythmus-Fraktion. Dabei ist das Album so souverän und druckvoll produziert, dass man nicht an einem Moment das Gefühl hat, hier handele es sich um ein selbsteingeprügeltes Debüt! In jedem Augenblick ist die Spielfreude der vier Musiker zu hören, zu spüren. Als Referenzen können Blind Guardian und Gamma Ray dienen, mit einem kleinen zusätzlichen Schuss aus der Thrash-Taser-Kanone.

Wer physische Tonträger liebt: Nicht nur das Cover passt stimmig zum Gesamtkonzept, das 12-seitige Booklet ist aufwändig gestaltet und liefert alle Lyrics. Einen Anspieltipp zu nennen, ist schwierig, da die „Battle Tunes“ ein Gesamtwerk sind. Um es dennoch zu tun, greifen wir einfach auf die Auskopplungen zurück: Spacehull und Glorious. Tatsächlich: Damit bekommt ihr einen sehr guten Eindruck, wie Sculforge klingen! Fire, Fire!

Die Wertung:

Songwriting: 8 von 10 Punkte
Sounddesign: 9 von 10 Punkte
Komposition: 10 von 10 Punkte
Produktion: 8 von 10 Punkte

Gesamtwertung: 8,75 von 10 Punkten

Fazit:

Kompositorisch und musikalisch nie langweilig werdender Speed / Power Space-Metal aus der Champions League.

Mehr zu Sculforge im Netz:

Sculforge – Die offizielle Webseite:
https://www.sculforge.org/

Sculforge bei Facebook:
https://www.facebook.com/SculforgeOfficial/

Sculforge bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/3PFKsQLsOu9tAeEaURnEzj

 

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