In der facettenreichen Welt des Stoner-Rock und Doom behauptet sich die Stockholmer Band Domkraft mutig mit ihrem vierten Studioalbum „Sonic Moons“. In einer Szene, die oft von wiederholten Stereotypen geprägt ist, bietet „Sonic Moons“ eine frische, tiefgründige und dynamische Perspektive, die sich durch kraftvolle Riffs-, fantastische Kompositionen-, ein virtuoses und inspirierendes Zusammenspiel der Musiker- und eine beeindruckende Produktion auszeichnet.

Die Expedition in den Kosmos beginnt

Mit dem ersten Track „Whispers“ startet die Expedition in den kosmischen Ozean von Domkraft. Die kraftvollen Riffs gepaart mit psychedelischen Klängen laden die Hörer ein, in eine andere Dimension einzutauchen. Dieser Song dient als Tor zu einer Expedition, die durch facettenreiche Landschaften führt, in denen jeder Song ein neuer Planet ist, den es zu erforschen gilt.

Stellar Winds“ ist ein meisterhaft konstruiertes Stück, das die Hörer durch seine dynamischen Wechsel von leisen Strophen und lauten Refrains fesselt. Es ist ein Track, der seine Intensität schrittweise steigert, wodurch eine hypnotische Aura entsteht, die sowohl beruhigt als auch begeistert. „Magnetism“ nimmt das Tempo heraus und steigert die Schwere mit einem erdig, fast orientalisch anmutenden Riff, das zum Mitnicken einlädt. Hier zeigt sich die Band von ihrer schwersten Seite und präsentiert ein Stück, das durch seine fesselnde Melodik und rhythmische Präzision besticht.

Ein hypnotisches Erlebnis und ein Blick auf die Sterne

Mit „Slowburner“, der ersten Single des Albums, gelingt es Domkraft einen Song zu kreieren, der sich zwischen abgehackten, palmgedämpften Abschnitten und einem großen, arschtretenden Riff bewegt, das als Refrain dient. Es ist ein kraftvoller Song, der immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zieht und den Hörer in seinen Bann zieht. „Downpour“ und „Black Moon Rising“ bereiten das Terrain für das große Finale vor. Während „Downpour“ mit einem rollenden Bassantrieb und space-rockigen Einflüssen punktet, bietet „Black Moon Rising“ eine schwere Chugging-Session, die die Hörer in eine Welt des neutronensternschweren Rocks entführt.

Der abschließende Track „The Big Chill“ hatte das Potenzial, ein episches und ausgedehntes Fuzz-Rock-Epos zu sein, das die Hörer an die Ränder des Kosmos transportiert. Leider bleibt der Song hinter den Erwartungen zurück und bietet trotz seiner beträchtlichen Länge von fast zehn Minuten nicht genug Tiefe, um seine Dauer vollständig zu rechtfertigen.

Schlussbetrachtung: Ein psychedelisches Abenteuer mit kleinen Schwächen

Obwohl „Sonic Moons“ einige kleine Schwächen aufweist, insbesondere im abschließenden Track, ist es ein Album, das seine Hörer belohnt. Mit wiederholtem Hören offenbart es seine Tiefe und Komplexität und bietet ein reichhaltiges, gut ausgearbeitetes Universum, das zum Erkunden einlädt. Domkraft versteht es, eine Balance zwischen Schwere und Melodie zu schaffen, und liefert mit „Sonic Moons“ ein Werk, das sowohl Fans des Genres als auch Neulinge begeistern wird. Es ist eine bemerkenswerte Leistung in der Welt des Stoner-Rocks und Doom, die beweist, dass Domkraft eine Band ist, die noch viel zu bieten hat.

In einer überbevölkerten Riff-Sumpflandschaft gelingt es Domkraft, mit „Sonic Moons“ ein unvergessliches und hypnotisches Erlebnis zu schaffen, das sich deutlich von der Masse abhebt. Es ist eine Reise, die trotz kleiner Schwächen, wert ist, unternommen zu werden, ein Abenteuer, das den Hörer in die tiefsten Ecken der Psychedelik und des Stoner Rocks entführt. Es ist eine Einladung, die Wunder des kosmischen Rocks zu erforschen, ein Album, das weit hinausgeht und den Hörer in eine andere Welt entführt.

Die Wertung:

  • Songwriting: 9 von 10 Punkten
  • Komposition: 8 von 10 Punkten
  • Musikalische Leistung: 8 von 10 Punkten
  • Produktion: 7 von 10 Punkten
  • Gesamtwertung: 8 von 10 Punkten

Das Fazit:

Das vierte Studioalbum „Sonic Moons“ der Stockholmer Band Domkraft zeigt sich als ein wagemutiger Schritt in der Stoner-Rock- und Doom-Szene. Das Album nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch kosmische Landschaften, geprägt von kraftvollen Riffs und einer tiefen, hypnotischen Melodik, die sowohl alteingesessene Fans als auch Neulinge in ihren Bann ziehen wird. Trotz einer kleinen Enttäuschung durch den abschließenden Track „The Big Chill“, der sein Potenzial nicht voll ausschöpft, beweist die Band eine beeindruckende Fähigkeit, eine frische und dynamische Perspektive in einem oft stereotypen Genre zu bieten. Mit „Sonic Moons“ etabliert sich Domkraft als eine Band, die viel zu bieten hat und die man im Auge behalten sollte.

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