Ein Debüt-Album: Metal in my heart heißt das erste Album der neu gegründeten Band Breforth. Und doch will die Kategorie „Debüt“ nicht so recht passen. Also lösen wir auf: „Breforth“ ist das neue Projekt von Jürgen Breforth, der seit nun rund 40 Jahren mit MadMax metalt. Aktiver als heute scheint Jürgen allerdings noch nie gewesen zu sein: Während er mit MadMax am 2022er-Werk „Wings of time“ komponierte, entstand eine Menge Material, das nicht so recht zur Hauptband passen wollte – aber viel zu gut für die Tonne war. Und dann kam mit Peter Lenzschau das fehlende Puzzle-Teilchen hinzu: Die Stimme, die den Songs den Charakter einhaucht, und der Partner, mit dem die Songs auskomponiert wurden.

Nachdem 2022 mit der Singleauskopplung „Metal in my heart“ das erste Breforth-Lebenszeichen gesandt wurde, folgten in diesem Jahr weitere Vorab-Veröffentlichungen, jetzt liegt das 10-Track-Album vor. Um es musikalisch einzuordnen: Klassischer Heavy Metal, der etwas härter klingt als bei MadMax – was schon erklärt, warum diese Stücke unter einem eigenen Namen veröffentlicht sind. Der druckvolle Gesang von Peter Lenzschau führt variabel durch die Songs, mit zwei Gitarren bekommt die Härte viel Melodie, Background-Chöre (Digging in the Dirt, social suicide) laden zum mitsingen ein: Gut zu wissen, dass Breforth auf die Bühne will, denn das ist Musik, die live erlebt werden will!

Songs, die Geschichten erzählen

Das Album ist ein exzellentes Beispiel dafür, dass zehn Songs eine klar erkennbare Handschrift tragen können, der Aufbau wie aus einem Guss wirkt und dennoch jeder Track auch für sich allein stehen kann. Vielleicht liegt das auch daran, dass hier weder Drachen gejagt noch Zombies gemeuchelt werden, sondern in jedem Lied eine kleine, persönliche Geschichte erzählt wird. Ein paar Beispiele: Der Titeltrack – wer sein ganzes Leben harte Musik macht, unabhängig vom Erfolg, dem nimmt man ab, dass er den Metal in seinem Herzen trägt. Ein autobiographischer Song und ein absolut passendes Motto für das Album und die Band. Mit „Rest in peace“ setzen Breforth den großen Rock-Legenden ein Denkmal (schaut das Video, hier findet ihr die Heroes, Elvis, Dio, Lemmy und einige mehr!). In „Dynamite“ kommt eine besondere Note hinzu – einerseits als Verbeugung vor AC/DC, andererseits, um nicht genauso zu klingen, mit Hammond-Orgel. „Wheel of fortune“ (das Glücksrad, das Schicksal, das die Band zusammengeführt hat) belegt dann, eine bekannte These: Die besten Balladen kommen von den Metal-Bands. Hier ist der Gesang noch eine Spur intensiver als auf den übrigen Songs, der Spannungsbogen sorgt für Gänsehaut und das Gitarrensolo fängt auch den letzten ein. Auch hier gibt’s wieder eine musikalische Besonderheit, das orchestrale Arrangement verzichtet auf das Schlagzeug.

Die Wertung

Songwriting: 9 Punkte
Produktion: 9 Punkte
Spaßfaktor: 10 Punkte
Authentizität: 10 Punkte

Gesamtbewertung: 9,5 Punkte

Fazit:

9,5 von 10 Punkten: Breforth „Metal in my heart“ ist ein klasse Heavy-Metal-Album mit Hammer-Stampfer-Nummern und viel Abwechslung!

Mehr zu Breforth im Netz:

Breforth bei Facebook:

https://www.facebook.com/BreforthBand

Breforth-Spotify-Link:

https://open.spotify.com/intl-de/artist/2CWAdsog5FkmpI7NwFuj4w?si=a_0G0l5dSB6QSWoy-5JdPw

Breforth bei Metalapolis

https://metalapolis.eu/breforth/

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