Oli Zangl – Light in the Dark
Als Vorbilder nennt Oli Zangl unter anderem Eddie Van Halen, Ritchie Blackmore, Gary Moore, Michael Schenker, Mark Knopfler, Larry Carlton, Joe Bonamassa, Stevie Ray Vaughan und Steve Lukather. Überraschend wäre es nicht, wenn sein Name nun bei ebendiesen als Einfluss auftauchte: Seit vielen Jahren begeistert der Regensburger Gitarrist mit seinem Spiel und seinem Gespür für Melodien und Arrangements, ob als Solokünstler oder prägender Sechssaiter in verschiedensten Konstellationen (Miss D. Fox, Oli & Aio, RT Projekt u.v.m.) Jetzt stellt er sein jüngstes Werk vor: „Light In The Dark“ – 12 Songs vom ruhig bis rockig, bluesdurchtränkt. Wichtig waren Oli dafür eingängige Melodien und Hooklines mit viel Chor – „im Refrain muss die Sonne aufgehen….“
Das Album verdient das Attribut „solo“ in voller Ausprägung, alles komm aus einer Hand, also nicht nur Gitarre und Bass, sondern auch Gesang, Arrangement, Mix, Master … Drums und Keyboards sind programmiert, und zwar so, dass sie auch live spielbar sind. Dass da kein Raum für KI bleibt, versteht sich von selbst.
Hier die Single-Auskopplung „Through The Waves“:
Die Songs entstanden in einer äußerst kreativen Phase in diesem Frühjahr – rund 20 Songs innerhalb von acht Wochen. „Die Welt ist aktuell so verrückt, da kann man etwas gute Laune gebrauchen. Daher war ein Hauptkriterium bei der Auswahl der Songs, für eine positive Stimmung zu sorgen mit Liedern, die ins Ohr gehen“, sagt Oli. So liegt nun dieser 12-Tracker vor mit Songs, die zusammen harmonieren, ein Album aus einem Guss und ohne „Füller“.
Der Wunsch nach einer positiven Sicht kommt auch im Titel der CD zum Tragen: „Light In The Dark“ ist zugleich das Motto. Melancholischen Titel gibt es also gar nicht. Mit seinem Album „Take me home“ hat Oli 2025 begonnen, selbst Songs in englischer Sprache zu singen. Davor hatte er mit anderen SängerInnen zusammengearbeitet. „Für mich als sehr ungeduldiger Mensch ist es am einfachsten, alles selbst zu erledigen. Ich liebe es, Songs zu schreiben, aufzunehmen und ein fertiges Produkt abzuliefern“, erklärt der Musiker, warum er diesen Weg jetzt so fortsetzt. Mittlerweile weiß er auch sehr gut, was zu seiner Stimme passt (also auch, was nicht).
Im Zentrum seines Schaffens sieht er den Song, das Songwriting, die Gitarrenarbeit kommt erst danach. „ Die ist wichtig, um den Song bestmöglich zu unterstützen, soll aber nicht im Vordergrund stehen.“ Wobei für die, die sich das Album anhören, die Gitarre natürlich ihren prägenden Part deutlich zeigt.
„Light In The dark“ vereint Blues/R’n’B mit Rock
Bei der Suche nach der passenden Genre-Schublade muss man ein paar aufziehen, die Songs loten die Musik vom Blues zum Rock aus. Auch durch diese Variabilität bleibt das Album vom ersten bis zum letzten Akkord spannend und fesselt die Zuhörenden. Die Texte sind teils autobiografisch, teils frei erfunden und zum Ziel der Positivität passend ohne Politik, ohne Weltschmerz – das ist dann fast schon der Kontrapunkt zum Blues. Das Album gibt es als CD direkt über Olis Website.
Die Songs aus Olis Sicht
1) Light in the dark: Der Titelsong gleich als erstes. Ein bluesiger Rocksong, mit einem Slidethema. Das Licht als kreative Quelle!
2) Dancing on a wire: Eingängige Uptempo Nummer. Ic musste dabei etwas an den rockigeren Billy Joel denken.
3) Through the waves: Die erste Single. Der Oasis Touch ist zufällig, wurde aber mehrfach erwähnt.
4) Mirrors: Auch hier „Brit-Pop“. Der Text nimmt unsere Eitelkeit in einer medial bestimmten Welt auf die Schippe.
5) Supersonic: Unsere digitale Welt mit KI verändert sich in großer Überschallgeschwindigkeit. Die Ironie steckt darin, dass wir das befördern, aber nicht wissen, ob wir das wirklich stemmen können.
6) If you don´t stay: Die einzige Ballade auf dem Album.
7) Running: Die Welt ist zu einen gefährlicher geworden, aber oftmals flieht man vor sich selbst oder vor Veränderungen.
8) Stay tuned: Die Bläser sind von meiner Band „MichaelJacktsNet“ eingespielt. Etwas Rockabilly kommt auch immer gut.
9) On the other side: Meine (etwas andere) rockige Gesangsseite.
10) Rock your life: dito
11) When the day is gone: Wieder etwas beatlesker “Brit Pop”
12) Say goodbye: Nein, das war nicht mein letzter Song, es ist zu befürchten, dass da noch mehr kommt….;-)
Fazit
Wer etwas fröhliches hören mag, bei tollem Gitarrenspiel ins Schwärmen gerät und sich im bluesigen Rock oder im rockigen Blues pudelwohl fühlt, dem wird dieses Album extrem gut gefallen. Allen anderen wird es immer noch sehr gut gefallen!
Mehr zu Oli Zangl im Netz
Oli Zangl Website:
http://www.olizangl.de
Oli Zangl bei Spoti
https://open.spotify.com/intl-de/artist/0WNbebZPouAZFpYwtEp4tq?si=oBVT5AUcQHuPMbHTASO9og
Oli Zangl bei Facebook
https://www.facebook.com/oliver.zangl.1
Oli Zangl YT-Kanal:
https://www.youtube.com/@ollieguitarman
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