ANTHRAX – Cursum Perficio (Audio) [ Speed Metal | Heavy Metal]

ANTHRAX – Cursum Perficio

Sie können es einfach! … sie haben sich nur etwas Zeit gelassen, zehn Jahre sind seit dem letzten regulären Studio-Album (For All Kings | 2016) vergangen. Dafür ist „Cursum Perficio“ ein absolutes Hammer-Album. Es ist Anthrax in jeder Sekunde, es ist heavy und es ist eine neue Facette im Sound der Amis. Mit ‚Everybody’s Got A Plan‘ gibt’s bereits einen Song und auf die Fresse. Im wahrsten Sinne des Wortes, schaut:

Anthrax: Everybody’s got a plan

Vor 44 Jahren erschien das Debüt, zwei Jahre davor, 1982, das erste Demo der Band. Seitdem erfindet sich Anthrax immer wieder neu … oder einfach wieder. Als Mitbegründer des Spees Metals gab es auch kleine Ausflüge Richtung HipHop (I’m the man), acht Alben erschienen in den ersten 14 Jahren Bandgeschichte. Lässt man „The Greater of two Evils“ außen vor (Ein Best-of mit neu eingespielten Tracks), sind nun in der doppelten Zeit nur noch halb so viele Studio-Alben erschienen. Das vorletzte, „For All Kings“, kam 2016 auf den Markt. Da ist die Spannung hoch: ist „Cursum Perficio“ (seit 18.9. verfügbar) ein Not-Album? Mitnichten! Riffs zum verlieben, Drive, Songs, bei denen der Kopf unwillkürlich vor- und zurückgeht. Die Songs drücken, klingen immer schneller, als sie tatsächlich sind. Habt Ihr das Video gehört? Das mein ich – wie die Gitarren treiben, sich nach vorne schieben und dazu Joey Belladonna souverän mit Punch an den Stimmbändern die Führung übernimmt, sobald er singt. Oder nehmt „The Edge of Perfection“ und seine Chöre zum Einstieg und diesen Epik im Refrain. Für Scott Ian ist „It’s for the Kids“ der Signture-Song, ein „Vier-Minuten-Thrash-Track, der an unsere Anfangstage erinnert“ – schnell, aggressiv, catchy.

Das Ende einer Reise

Cover des neuen Anthrax-Albums "Cursum Perficio"
Cover des neuen Anthrax-Albums „Cursum Perficio“

„Cursum Perficio“ heißt so viel wie „Meine Reise ist zu Ende“. Das passt zum Werk (und lässt sich vielleicht auch als finales Album der Band verstehen, außer Jonathan Donais sind alle Ü60).

Charlie Benannte, erzählt, dass er eine Marilyn-Monroe-Doku gesehen hat, und dass „auf einer Fliese in ihrem letzten Zuhause ‚Cursum Perficio‘ stand. Als ich herausfand, was dieser Ausdruck bedeutet, hat es bei mir sofort Klick gemacht. Wir sagen nicht, dass dies unser letztes Album ist, aber unsere Reise ist zu Ende gegangen. Ich glaube, wir haben unsere Aufgabe erfüllt.“

Die ersten Ideen entstanden schon 2020, doch die Aufnahmen am Album verzögerten sich (auch Corona bedingt) bis 2022 (in Dave Grohls Studio 606 in Los Angeles, weit weg der Heimat NY). Das von Jay Ruston und Anthrax produzierte Ergebnis ist ein Album, das klar die Wurzeln der frühen Anthrax in sich trägt und zugleich eine Reife in sich trägt, die nicht altväterlich, sondern spielfreudig klingt. Wie es sich für eine Band dieser Kategorie gehört, gibt es das Album nicht nur digital, sondern in diversen schicken Darreichungsformen.

Anthrax 2026 (Pic by Travis Shinn)
Anthrax 2026 (Pic by Travis Shinn)

Anthrax Line-up auf „Cursum Perficio“:
Scott Ian (guitar)
Charlie Benante (drums)
Frank Bello (bass)
Joey Belladonna (vocals)
Jonathan Donais (guitar)


Unsere Wertung

9,5 von 10 Punkten

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