ÖTTE lässt den „Seelenfresser“ los und kündigt seinen Auftritt bei der Landesgartenschau an (Musikvideos) [ Heavy Rock | Hard Rock | Alternative Rock ]

Manche Menschen kosten nicht nur Nerven, sondern gleich den ganzen inneren Akku. ÖTTE hat für diese Sorte Zeitgenossen einen Namen gefunden: „Seelenfresser“. Jetzt bekommt der düstere Heavy-Rock-Song ein neues offizielles Video und rückt damit erneut ins Zentrum der aktuellen Solophase des Musikers aus dem Großraum Düsseldorf. Der Titel stammt aus der im Mai veröffentlichten EP „Prolog“, mit der ÖTTE den Vorhang für sein kommendes Album „Rockin’ Clown“ geöffnet hat. Inhaltlich geht es um Menschen, die manipulieren, Konflikte schüren, andere kleinhalten und dabei erstaunlich zuverlässig deren Zeit und Energie verschlingen. Statt sich mit ihnen auf eine endlose Diskussionsrunde einzulassen, zieht der Song eine deutlich einfachere Konsequenz: erkennen, abgrenzen, weitergehen.

Seht hier das offizielle Musikvideo zu „Seelenfresser“ von ÖTTE.

Der passende Soundtrack für die digitale Blockierliste

„Seelenfresser“ ist dabei keine plötzlich entdeckte Randnotiz. ÖTTE schrieb den Song bereits 2025 für die Materialsammlung, aus der schließlich „Rockin’ Clown“ hervorging. Inhaltlich geht es: Menschen, die mit Hetze, Streit und Intrigen auffallen, permanent alles besser wissen und besonders in sozialen Netzwerken viel Energie binden. Die Erkenntnis folgt im Song gleich mit: Nicht jeder Konflikt verdient eine weitere Runde. Manchmal besteht die sinnvollste Reaktion darin, die betreffende Person konsequent aus dem eigenen Leben zu entfernen.

Musikalisch gehört „Seelenfresser“ zur härteren Seite des aktuellen ÖTTE-Materials. Auf der vier Stücke umfassenden EP „Prolog“ steht der Song zwischen dem bluesig-theatralischen Titelstück „Rockin’ Clown“, dem urban getriebenen „Theater In Berlin“ und der deutlich ruhigeren Ballade „Kalter Morgen“. Die EP erschien am 29. Mai 2026 über NRT-Records und funktioniert als Vorbote eines Albums, auf dem Rock’n’Roll, Heavy Rock, Art Rock, Melancholie und persönliche Texte enger zusammenrücken sollen.

Dass ÖTTE bei diesem Neustart nicht so tut, als hätte es die vorherigen vier Jahrzehnte nicht gegeben, gehört zum Konzept. Seine musikalische Geschichte reicht bis in die frühen Achtziger zurück. 1997 entstand die ÖTTEBAND, mit der später Auftritte vor großem Publikum, Fernsehtermine und gemeinsame Bühnenstationen im Umfeld von Acts wie Nena, BAP oder Extrabreit folgten. Nach mehreren Auflösungen, Soloplatten und Projekten kam es 2024 noch einmal zu einer Rückkehr der ÖTTEBAND. Dieses Kapitel trägt einen ziemlich passenden Titel: „Der Phönix aus der Asche“.

Auch der „Phönix“ steigt wieder auf

Im Zuge der Neuordnung von ÖTTEs Backkatalog ist nun auch „Der Phönix aus der Asche“ wieder digital verfügbar. Das neun Songs umfassende Album erschien ursprünglich 2024 und markierte das letzte Studio-Kapitel der ÖTTEBAND. Die Wiedervereinigung hielt nicht dauerhaft: Nach dem Comeback-Konzert und weiteren Auftritten führten interne Differenzen und Terminprobleme erneut zum Ende der Formation. Damit wurde aus einem Album, das eigentlich einen weiteren Anfang markieren sollte, nachträglich der Schlusspunkt der Bandgeschichte.

Hört hier die neu veröffentlichte YouTube-Art-Track-Playlist zu „Der Phönix aus der Asche“ von ÖTTE / ÖTTEBAND.

Dass der Backkatalog gerade wieder zusammengesetzt wird, ist kein Zufall. Nach seinem Wechsel zu NRT-Records kündigte ÖTTE an, ältere Veröffentlichungen im Laufe des Jahres 2026 neu digital verfügbar zu machen. „Der Phönix aus der Asche“ eignet sich dafür beinahe symbolisch zu gut: Der Titelsong erzählt vom Wiederaufstehen, während Stücke wie „Dieses eine Leben“, „Liebe bleibt“, „Neuland“ oder „Vorbei“ ohnehin von Aufbruch, Beziehungen, Rückschlägen und Abschieden umkreist werden. Ausgerechnet das Album über eine Rückkehr wurde damit zum letzten regulären Studioalbum der ÖTTEBAND.

Der Blick geht inzwischen allerdings längst wieder nach vorne. Die Figur, die ÖTTE durch seine neue Phase begleitet, trägt Schminke und einen deutlich weniger lustigen Hintergrund. In „Rockin’ Clown (Gimme All Your Lovin’)“ spielt der Sänger einen Entertainer, der seinem Publikum für ein paar Minuten Farbe, Fantasie und Rock’n’Roll schenkt, während der eigene Schmerz hinter dem Bühnenlächeln verborgen bleibt. Der Clown wird damit zum Bild für den Künstler selbst: draußen Rampenlicht, drinnen Narben.

fotocopyright: Chris Otte – gepostet mit freundlicher Genehmigung

Der dazugehörige offizielle Clip scheint das Publikum gefunden zu haben. Seit seiner Veröffentlichung Ende Mai sammelte das Video auf dem YouTube-Kanal von NRT-Records bereits mehr als 5.200 Aufrufe – für den Auftakt der neuen Albumphase ein beachtlicher Start innerhalb weniger Monate.

Seht hier das offizielle Musikvideo zu „Rockin’ Clown (Gimme All Your Lovin’)“ von ÖTTE.

Landesgartenschau vor dem nächsten Albumkapitel

Bevor der „Rockin’ Clown“ als vollständiges Album seine Manege bekommt, steht für ÖTTE noch ein Heimspiel an. Am 13. September 2026 tritt er bei der Landesgartenschau in Neuss auf. Das Konzert ist von 18:00 bis 19:30 Uhr auf der Sparkassen-Bühne angesetzt. Für den Musiker ist der Termin zugleich eine Rückkehr in jene Region, in der ein großer Teil seiner Bandgeschichte geschrieben wurde.

Das vollständige Studioalbum „Rockin’ Clown“ soll anschließend noch 2026 über NRT-Records erscheinen. Nach aktuellem Stand ist die Veröffentlichung für das vierte Quartal vorgesehen – digital sowie physisch auf CD und Vinyl. Mit „Prolog“, dem neuen Clip zu „Seelenfresser“, der Wiederveröffentlichung von „Der Phönix aus der Asche“ und dem bereits erfolgreich angelaufenen „Rockin’ Clown“-Video liegen bis dahin jedenfalls genügend Kapitel auf dem Tisch. Für einen Musiker, dessen Karriere auffällig häufig von Abschieden und Neuanfängen erzählt, wäre Stillstand ohnehin die unpassendste Pointe.

Mehr zu ÖTTE im Netz

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