Neues vom SR-Checkpoint | Ausgabe 44 | KW 49 – 50/2023

1 Michael Voss – dont drive my car
2 Ash to tree – sucker driver
3 Chester Park – Time is passing by
4 Try-X – against me
5 Damn Freaks – Nothing’s true
6 Dust & Bones – U R RnR
7 Dool – Be your sins
8 The sonic Brewery – can’t kill rock’n’roll
9 R.T.P. – not everything was bad
10 V.A. – run rudolph run

Es geht los mit einem Cover-Song. Das Original stammt von Status Quo und war die B-Seite von der „Lies“-Single (1981) – schon damals mit dem Potential, A-Seite zu sein. Kein ganz typischer Quo-Song, aber doch erkennbar. Über den Artikel von Sonny Waldherr im sonicrealms mag hab ich dann Michael Voss entdeckt und sein Rick-Parfitt/Quo-Tribute-Album „Rockers rollin’“ – das macht Spaß und weht den Status-Quo-Sound frisch durch die Boxen. Die Song-Auswahl macht einen Bogen um die großen Hits und ist gerade deshalb so interessant, „don’t drive my car“ ist die aktuelle Single-Auskopplung von Michael Voss.

Jetzt aber in die Region Braunschweig. Seit 2020 zocken hier Ash to tree selbstgemachten Nu/Alternative-Metal, die Einflüsse Linkin Park und Papa Roach sind unüberhörbar. Das erste Lebenszeichen auf Spotify heißt „Sucker Driver“, ihr könnt es hier im Checkpoint hören.

Als Grenzgänger, Grenzsprenger grenz ich Hannover schon lange gern in die Region Braunschweig ein – allein, weil dadurch viel gute Musik in die Underground-Auswahl dazu kommt. Dieses Mal: Chester Park. Sie selbst nennen das Emo Post-Hardcore, mein Ohr hört da auch Ami-Punk und bei dem Namen lässt sich einfach ein Rückschluss auf einen speziellen amerikanischen Einfluss erahnen, der schon bei Ash to tree genannt wurde. Vor gut einem Jahr erschien die 7-Track-Mini-LP „For what it’s worth“ (Super-Cover!), daraus läuft „Time is passing by“. Wer die Parks live sehen will, geht am 8. Dezember in die Baracke in Münster.

Dritter regionale Act sind Try-x aus Holle/Silium. Tja, um gut zu metaln, muss man nicht aus dem Ruhrpott kommen! Hier sind mehrere Generationen vereint, ebenso sind verschieden Stile auszumachen – und raus kommt dann straighter Metal, bei dem die Gitarren das sagen haben. „Against me“.

Damn Freak - III
Damn Freaks: III

Jetzt wird’s international: Die Damn Freaks kommen aus Italien, spielen starken Hardrock/Heavy Metal. Das ist top komponiert, stark produziert und dass hier keine Rookies am Werk sind, ist in jeder Sekunde zu hören: Ein variabler Könner am Mikro, eine treibende Leadgitarre (Alex de Rosso war eine Zeit lang bei Dokken aktiv), punktgenaue Bass-Drum-Grundlage: Da passt alles. Vom aktuellen Album „III“ läuft „Nothing’s true“. (Die Album-Rezension gibt’s hier)

 

Ganz Neues kommt von Dust & Bones und das macht Appetit auf ihr neues Album (das bald folgt). UR R’N’R ist Kick-Ass-Rock’n’Roll und man hört, wer hier Staub und Knochen beeinflusst – genau die Größen, die der Song feiert. Guckt Euch auch das Video an (s.u.)! Und ja, es ist Elvis, aber nicht nur! Das ganze Album, „Mission back to the forbidden planet“, kommt am 26. Januar, freut Euch drauf!

Den Status „Underground“ haben Dool sicher schon lange verlassen und die aus „the Devil’s Blood“ hervor gegangenen Doomer haben auch ihren ur-eigenen Sound geschaffen. Die Devil’s-Wurzeln sind zwar zu hören (eine prima Referenz!), und doch klingen Dool eben wie – Dool: Doomig, psychedelisch, rockig, düster. Mit dem Live-Album „Visions of Summerland“ zeigen die Holländer, dass sie diese Stimmung nicht nur im Studio, sondern auch auf der Bühne erzeugen, wie in „Be your sins“.

The sonic brewery haben Mitte November ihr zweites Album can’t kill rock’n’roll veröffentlicht – superschwerer Seventies-Blues-Rock, cool! Aufgefallen sind mir die Klangbrauer über er-em-online (wo ich mich auch gern umschau, weil das aus der Heimat vom Rainer Thanner kommt) und der dortigen Plattenkritik. Na, und wenn eine Band vorn „sonic“ heißt, ist das mindestens ein Grund, das Sonic-Realms-Ohr da einmal reinzuhalten. Lohnt sich, und zwar das ganze gnadenlos gute Album lang … wenn man lieber erdigen, ehrlichen Rock als Plastik-Pop hört. Für die Liste gibt’s den Opener/Titel-Track.

Tja, und weil nun so langsam der Veröffentlichungstermin des neuen R.T.P.-Albums näher rückt, gibt’s als nächstes not everything was bad, unsere bereits vorab ausgekoppelte, mit dem Deutschen Rock- und Pop-Preis 2022 prämierte und von Markus Engelstädter phantastisch gesungene Single. (Mehr Info zum neuen Album „Cycle of twentythree – Psychotropic“ kommt bald!)

.. und zum ersten Advent kommt der erste Weihnachtssong in die Liste, run, Rudolph, run. Na, wer hört, wer da alles gemeinsam jammt? 🙂

Was gefällt Euch – was nicht? Wen vermisst ihr, was sollte unbedingt in die Liste? Soll EURE Musik hier laufen? Sagt’s mir mit einem Kommentar oder schreibt mich an. Wenn Euch der Mix gefällt, freu ich mich über ein Spotify-Like für die Liste „Neues vom SR-Checkpoint“.

Viel Spaß beim Hören und bis in zwei Wochen.

Euer Frank

Gute Links:

Das don’t-drive-my-car-Video:

Das U-R-R’N’R-Video:

Das Not-eberything-was-bad-Video:

und die Facebook-Seite des Verfassers:

https://www.facebook.com/frank.deblijen

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