Mit „Point Of You“ servieren The Heard Eye einen Fünf-Minuten-Happen, der sich an Funk– und Soul-Traditionen festkrallt, dabei aber genug Afrobeat-Schub unter die Sohle schiebt, um nicht im Retro-Kostüm stecken zu bleiben, sondern mit Pop Rockiger Attitüde aus den Boxen kommt. Hinter dem Projekt stehen Paul Schneider (Vocals/Trumpet/Gitarre) und Atma Anur (Drums/Produktion), deren transatlantische Remote-Chemie hier spürbar knistert: sauber getrennte Spuren, aber nie steril – eher wie eine perfekt ausgeleuchtete Tanzfläche.
Groove als Argument
Das Rückgrat: Greg Dunns Bass, der nicht posiert, sondern marschiert – federnd, körperlich, mit diesem „ein Schritt vor, zwei Hüften nach“-Momentum. Darüber tackern Gitarren-Häcksel im Tightness-Modus, bis Nick Bunand mit Wah-Wah die Tür aufstößt und kurz frische Luft reinlässt. Die Clav-/Keys-Farben von Justis Jones setzen percussive Glanzpunkte, die im Mix messerscharf stehen, ohne den Low-End-Drive zu zerdrücken. Arrangement und Komposition wirken dabei erstaunlich dramaturgisch: kleine Verschiebungen, Breaks, Micro-Variationen – genug, um den Groove zu füttern, nicht zu sabotieren.
Worum geht’s? Perspektivwechsel statt Parole
Textlich spielt „Point Of You“ mit dem Blickwinkel als Prüfstein: Was passiert, wenn man aus dem eigenen Kopf rauszoomt und den Standpunkt des Gegenübers wirklich zulässt? Kein erhobener Zeigefinger, eher ein tanzbarer Reminder für Empathie – die Idee, dass Nähe nicht aus Lautstärke entsteht, sondern aus dem Mut, die eigene Sicht kurz zu parken. Das passt zur Bandgeschichte: Aus kalifornischen Clubnächten, Pandemie-Reset und Europa-Connections wird hier ein Song, der Zusammenarbeit selbst als Thema mitschwingen lässt.
Unsere Wertung:
➤ Songwriting: 9 von 10 Punkten
➤ Komposition: 7 von 10 Punkten
➤ Musikalische Fähigkeit: 8 von 10 Punkten
➤ Produktion: 8 von 10 Punkten
➤ Gesamtwertung: 8 von 10 Punkten
Unser Fazit:
The Heard Eye liefern mit „Point Of You“ ein durchdachtes, hochmusikalisches Groove-Stück, dessen Sounddesign Luft zum Atmen lässt und dessen Energie dich nicht überfährt, sondern mitnimmt – Kopf nickt, Herz auch.
Mehr zu The Heard Eye im Netz:
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