DAN LUCAS – Age Is Just A Number: atemberaubender Classic Rock, der durch eine druckvolle Produktion seine perfekte Vollendung findet (Audio & Video) [ Classic Rock | Hard Rock ]

Fast 4½ Jahre nach seinem letzten Soloalbum „The Long Road“ bringt Ausnahmesänger DAN LUCAS dieser Tage mit „Age Is Just A Number“ sein viertes Solo-Album in Handel. Dieser sowohl lebensbejahende als auch interpretationsreiche Albumtitel, schreit natürlich nach einen ausführlichen ‚Lauschangriff’ bei ‚Easy Monday’, zumal DAN LUCAS (damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Lutz Salzwedel) seit dem großartigen KARO-Debüt „Heavy Birthday“ (1988) zu meinen absoluten Lieblingssängern hierzulande zählt.

Die bereits im Vorfeld veröffentlichte Single „Losing Myself“ schürte die Erwartung, dass die neue Scheibe etwas rockiger ausfällt als der in der Einleitung bereits genannte Vorgänger. Diese gehegte Hoffnung wird dann auch gleich vom großartigen Opener „An Angel“ noch vehement untermauert. Der folgende Titeltrack, der trotz seines Hangs zur Dramatik zuversichtliche Stimmung verbreitet, stapft vergleichsweise eher gemächlich, aber nicht minder druckvoll ums Eck und weiß letztendlich mit Ohrwurmqualitäten mächtig zu punkten. Deutlich flotter geht’s dann wieder mit dem Groover „I Don’t Want To Say Goodbye“ zur Sache. Eine von vier edlen Classic Rock-Perlen, die der Wahl-Münchener in Zusammenarbeit mit dem extrem schaffensfreudigen und raffinierten Komponisten/ Gitarristen Markus Pfeffer (LAZARUS DREAM/ BARNABAS SKY/ MYSTERY MOON) geschrieben und eingespielt hat. Zu besagten Songs gehört u. a. auch die quirlige Melodic Rock-Hymne „What About Tomorrow“, welche die durchaus berechtigte Frage auf wirft, warum DAN LUCAS bisher auf noch keinem Album von BARNABAS SKY in Erscheinung getreten ist. Gelassen – ja fast heimelig – schlendert „JP’s Bar“, umgeben von einer hygroskopischen Magie, unbeirrbar vor sich hin, während der Uptempo-Rocker „The World Is Broken“ unüberhörbar etwas Befreiendes in sich trägt, dem DAN LUCAS mit seinem ausdrucksstarken Organ eine unwiderstehliche Urgewalt verleiht. Von schwer-groovender, fast düsterer Seite präsentiert sich der vielseitige Musiker hingegen bei „Lost In The Shadows“, ohne dabei aber das feine Gespür für mitreißende Melodien und packende Harmonien außer Acht zu lassen. Außerdem ist ihm mit „True Love“ eine großartige Ballade gelungen, die ganz ohne großen Schnickschnack und übertriebenen Schmalz so richtig schön, und vor allem authentisch und überzeugend zu Herzen geht. Perfekt abgerundet wird die rundum gelungene Scheibe mit dem schmissigen „Life Is Kind Of Rock’n Roll“, das beinahe ein bisschen mit der rotzigen Attitüde von den QUIREBOYS jongliert.

(Pride & Joy Music/ 27.03.2026)

Kurzum: Ist der Vorgänger „The Long Road“ noch ‚laid back’ ausgefallen – und somit eher in der Singer/ Songwriter-Ecke beheimatet – fährt das neue Album mit seinen kontrastreichen 11 Songs atemberaubenden Classic Rock auf, der durch eine druckvolle Produktion seine perfekte Vollendung findet. Einfach großartig!

Die Wertung

Gesamt: 9,5/10

Mehr zu DAN LUCAS im Netz:

DAN LUCAS – Die offizielle Website:
https://danlucas.de

DAN LUCAS bei youtube:
https://www.youtube.com/@DanLucas28

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