Schanz – From The Attic
Schanz – das ist das Solo-Projekt von Björn Schanz, in dem er all seine Ideen verwirklicht, die nicht so recht zu seiner Band „Pitch Black Inc.“ passen wollen. 2025 führte das zur Veröffentlichung von „AD/2“, einem 7-Track-Album. Jetzt legt er im März 2026 schon nach mit „From The Attic“, dieses Mal sind es neun neue Songs. Als Single vorab der Öffentlichkeit vorgestellt wurde ‚Shadowdance (Beautiful Creatures Of The Night)‘ – hier via YouTube zu hören.
Wer hier genau hinhört, gerade gegen Ende des Songs, und schon früher ein wenig Dark/Goth/Wave gehört hat (also in den 1980/90ern), wird ein paar Mal etwas erkannt haben: Zitate der bekanntesten Hits der schwarzen Szene. Damit ist dann auch klar, in welchen Sphären Schanz agiert: Goth, Dark Rock, Wave, beeinflusst von New Modell Army, The Cure bis zu Tiamat und Type O Negative.
„From the Attic“ steht dabei für den Raum, in dem das Album entstanden ist: Schanz‘ Studio ist auf dem Dachboden eingerichtet. An diesem Ort wurden Ideen skizziert, komponiert, getextet, aufgenommen und auch Mix und Master entstanden unter dem Dach. So ist der Albumtitel in erster Linie eine Hommage an diesen Kraftort für das künstlerische Schaffen.
Song-für-Song-Kritik
Cold spielt in einer fiktiven Welt, in der alle Nicht-Systemlinge draußen sind, in einer Art bewachter Außenwelt. Nur im Traum lässt sich das System stürzen und selbst diese Illusion verblasst. Der Song baut Spannung auf, geht nach vorne, klingt zugleich desillusioniert und wütend. Prima Opener!
A Shadow from the Attic verlagert das Geschehen in eine teils verfallene Burg, und einem einsamen Geist, der dort seit Jahrhunderten festsitzt und sich nichts sehnlicher wünscht, als mit jemandem reden zu können.
Like Tomorrow Never Comes ist ein knackig-kurzer Song, rau, direkt, ohne Gedöns. Passt zum Thema: Sich wieder jung und rebellisch fühlen, frei, wild! Raus aus den Zwängen und leben, als ob es keinen Morgen gäbe – und wenn es nur für einen Abend ist.
When Only Memories Remain widmet sich dem Thema Demenz – aus zwei Perspektiven: Auf der einen Seite die Familie, die ohnmächtig zusehen muss, wie sich der Zustand des Kranken stets verschlechtert. Auf der anderen Seite der Mensch, dem mehr und mehr genommen wird, bis er wegsperrt wird. Zwei Realitäten, die immer weniger zusammenpassen.
It’s Gettin‘ Dark – wir leben in ziemlich düsteren Zeiten. Wahrheit und Menschlichkeit? Eher leere Phrasen und jeder schafft sich seine eigene „Realität“. Ein wahrlich düsterer Track, denn hier ist der Weg noch nicht zu Ende, die dunkelsten Tage stehen noch bevor.
Waiting ist das Ergebnis eines kompositorischen Fehlversuchs: Die ersten Ideen passten nicht und aus Frust brüllte Schanz diese Zeilen ins Mikro … und plötzlich war da dieser Song!
Shadowdance (BeauSful Creatures of the Night) ist eine Liebeserklärung an die schwarze Szene, inklusive aller Klischees. Shadowdance treibt, bleibt im Ohr und macht Bock auf Tanzen. Zum Ende hin tauchen fünf Meilensteine der schwarzen Szene auf – eine Verneigung vor den Szenegrößen.
A Perfect Day ist inspiriert durch einen Song, der durch Zufall auf einer Streamingplattorm lief. Er sollte gute Laune verbreiten, nur positiv wirken. Doch den perfekten Tag gibt es nicht – nur Momente, die vergehen, Erinnerungen die irgendwann verblassen. So ist etwas anderes entstanden, als geplant.
Farewell to Bad Old Days handelt davon, dass nichts und niemand einen davon abhalten soll, den eigenen Weg zu gehen, auch wenn es bedeutet, dass man alte Verbindungen kappt.
Unsere Wertung für „From The Attic“
Musik: 8,5 Punkte
Dark-Faktor: 9 Punkte
Produktion: 8,5 Punkte
Gesamt: 9,0 Punkte
Mehr zu Schanz im Netz
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https://schanzmusic.com/
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