Was wurde aus Tatjana Skara? Die Stimme hinter Imbiss Bronkos „36 Grad“ und ihre musikalische Rückkehr (Musikvideo) [ Deutschrap | Pop ]

36 Grad, Sommerhitze und ein Refrain, der auch 14 Jahre später noch im Ohr bleibt: Als Imbiss Bronko im September 2012 sein Album „Fettsack 4 Life“ veröffentlichte, gehörte der gleichnamige Song „36 Grad“ zu jenen Nummern, die den eigenwilligen Humor des Berliner Underground-Rap mit einer überraschend eingängigen Popmelodie verbanden. Verantwortlich für den gesungenen Refrain war Tatjana Sakra. Doch was wurde eigentlich aus der Sängerin, die dem Song seine unverwechselbare melodische Note verlieh? Ein Blick zurück führt zu einer Künstlerin, die sich längst auch abseits der Musik einen Namen gemacht hat.

Imbiss Bronko – 36 Grad feat. NANI (Musikvideo, 2012)

Ein heißer Sommer, Berliner Rap und eine Stimme, die herausstach

Wir schreiben das Jahr 2012. Deutschrap entwickelt sich längst in unterschiedliche Richtungen, während in Berlin Künstler wie King Orgasmus One mit ihren provokanten Texten und einem ganz eigenen Humor für Aufmerksamkeit sorgen. Unter seinem Alter Ego Imbiss Bronko widmet sich der Rapper lieber den alltäglichen Absurditäten, deftigen Sprüchen und dem Vergnügen, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen.

Am 7. September 2012 erscheint das Album „Fettsack 4 Life“ über I Luv Money Records. Zu den insgesamt 16 Titeln gehört auch „36 Grad“, das wenige Tage später, am 10. September, mit einem eigenen Musikvideo auf YouTube veröffentlicht wird. Produziert wurde der Song von Playabeatz, das Video stammt von SchwarzFahrah TV.

Musikalisch setzt die Nummer auf einen unkomplizierten, bassbetonten Hip-Hop-Beat, sommerliche Stimmung und den augenzwinkernden Humor ihres Hauptinterpreten. Den entscheidenden melodischen Kontrast liefert allerdings eine Sängerin, die damals unter dem Namen NANI in Erscheinung tritt: Tatjana Skara.

copyright: Tatjana Skara – gepostet auf Wunsch des Promoters

Tatjana „NANI“ Skara: Die Stimme hinter dem Refrain

Während Imbiss Bronko mit seinem unverwechselbaren Vortrag und derben Humor das Geschehen bestimmt, gibt Tatjana Skara dem Song eine andere musikalische Richtung. Ihr gesungener Refrain setzt einen eingängigen Gegenpol zu den Rap-Passagen. Ihre helle, warme Stimme sorgt dafür, dass sich „36 Grad“ nicht ausschließlich über seinen Humor definiert, sondern auch als unkomplizierter Sommertrack funktioniert.

Gerade dieser Wechsel macht den Reiz der Aufnahme aus. Wo die Strophen bewusst überzeichnen, bringt NANI eine gewisse Leichtigkeit hinein. Die Melodie bleibt schnell hängen und schafft eine Verbindung zwischen Deutschrap und Pop, ohne dass der Song dadurch seine ursprüngliche Eigenart verliert.

Dass Tatjana Skara nicht nur einen zufälligen Gastauftritt absolvierte, zeigt auch das damalige Umfeld der Veröffentlichung. Neben „36 Grad“ wirkte sie ebenfalls an „Rolf da 59 Skit“ mit. Beide Musikvideoauftritte sind unter ihrem Künstlernamen dokumentiert.

Vom Tonstudio vor die Kamera: Tatjana Sakra vielseitige Karriere

Wer Tatjana Skara ausschließlich mit ihrer musikalischen Zusammenarbeit mit Imbiss Bronko verbindet, betrachtet allerdings nur einen Teil ihrer künstlerischen Laufbahn. Die Sängerin hat sich im Laufe der Jahre auch in der Model-, Werbe- und Schauspielbranche betätigt. Das vorliegende Künstlerporträt beschreibt zahlreiche Editorial-Produktionen, Magazinveröffentlichungen und Coverauftritte, durch die sie zusätzliche Erfahrungen vor der Kamera sammeln konnte.

Öffentlich nachvollziehen lässt sich insbesondere ihre schauspielerische Tätigkeit. In ihrer Filmografie finden sich Auftritte in bekannten deutschen Fernsehproduktionen wie „Auf Streife“, „Köln 50667“ und „Barbara Salesch – Das Strafgericht“. Damit hat sich Skara ein weiteres kreatives Betätigungsfeld erschlossen, das sich deutlich von ihrer früheren Arbeit im Berliner Rap-Umfeld unterscheidet.

Musik, Schauspiel und Modelarbeit stellen dabei unterschiedliche Anforderungen. Während im Tonstudio vor allem Stimme, Interpretation und musikalisches Gespür zählen, verlangt die Arbeit vor einer Film- oder Fotokamera eine andere Form von Präsenz. Tatjana Skaras bisheriger Werdegang zeigt, dass sie sich nicht auf eine einzelne Ausdrucksform beschränken möchte.

2025 folgte mit „Gib Mir Bass“ weitere Musik von Tatjana Sakra

Ganz verschwunden ist Tatjana Sakra aus der Musikszene ohnehin nicht. Am 7. März 2025 erschien mit „Gib Mir Bass“ eine Zusammenarbeit mit TEAM FEIERABEND. Die unter dem Label Für Immer Urlaub veröffentlichte Nummer bewegt sich im elektronischen Bereich und zeigt, dass die Sängerin auch nach ihrer Zusammenarbeit mit Imbiss Bronko weiterhin musikalisch aktiv war.

Damit bekommt der Rückblick auf „36 Grad“ eine interessante zusätzliche Perspektive. Zwischen beiden Veröffentlichungen liegen mehr als zwölf Jahre, in denen sich sowohl die Musiklandschaft als auch Skaras berufliche Ausrichtung verändert haben. Ihre Verbindung zu eingängigen, rhythmusbetonten Produktionen ist dennoch erhalten geblieben.

Wer auch ihre jüngere musikalische Arbeit kennenlernen möchte, findet „Gib Mir Bass“ unter anderem bei Audiomack und Amazon Music.

copyright: Tatjana Skara – gepostet auf Wunsch des Promoters

Neue Musik in Vorbereitung? Tatjana Skara blickt nach vorne

Auch für die Zukunft soll Musik eine wichtige Rolle spielen. Laut dem uns vorliegenden Künstlerporträt beschäftigt sich Tatjana Skara gegenwärtig mit neuen musikalischen Ideen und arbeitet wieder im Studio. Konkrete Informationen über einen Albumtitel, eine geplante Single oder einen Veröffentlichungstermin liegen derzeit allerdings nicht vor.

Spannend bleibt vor allem die Frage, welche musikalische Richtung sie künftig einschlagen möchte. Ihre bisherigen Veröffentlichungen reichen von eingängigen Hip-Hop-Refrains bis zu elektronisch geprägten Produktionen. Dazu kommen ihre Erfahrungen aus der Schauspielerei und der Arbeit vor der Kamera. Möglichkeiten für eine künftige musikalische Weiterentwicklung sind also durchaus vorhanden.

Ob sie an den verspielten Sound ihrer früheren Aufnahmen anknüpft oder sich stilistisch anders orientiert, wird sich erst mit neuer Musik zeigen.

„36 Grad“ bleibt eine hörenswerte Wiederentdeckung

Vierzehn Jahre nach seiner Veröffentlichung klingt „36 Grad“ unverkennbar nach dem Deutschrap der frühen 2010er-Jahre. Der Beat, der Humor und das Musikvideo tragen die deutliche Handschrift ihrer Entstehungszeit. Gerade deshalb eignet sich die Nummer hervorragend für einen musikalischen Rückblick.

Wer den Song heute wiederentdeckt, dürfte allerdings nicht nur an Imbiss Bronkos eigenwilligem Humor hängen bleiben. Tatjana Skara verleiht der Aufnahme mit ihrem Refrain einen eingängigen Popcharakter, der sich von den übrigen Elementen abhebt. Dass sich hinter dieser Stimme eine vielseitige Künstlerin verbirgt, die weiterhin musikalisch und vor der Kamera arbeitet, macht die Wiederentdeckung umso interessanter.

Wir behalten Tatjana Sakra weitere musikalische Entwicklung jedenfalls im Blick. Bis dahin lohnt sich ein erneuter Ausflug ins Jahr 2012 – bei 36 Grad und sommerlichen Beats.

Mehr zu Tatjana Skara im Netz:

Offizielle Social-Media- und Künstlerlinks:
https://linktr.ee/tatjana.skara

Tatjana Skara bei IMDb:
https://www.imdb.com/name/nm18129556/

Imbiss Bronko – 36 Grad auf Spotify:
Song bei Spotify anhören

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