SHOTGUN JUSTICE – Circles: Heavy-Thrash (Audio) [ Heavy Metal | Thrash Metal ]

SHOTGUN JUSTICE – Circles

Mit dem starken 5-Track-Album „Circles“, irgendwo zwischen Heavy und Thrash Metal zu verorten, melden sich SHOTGUN JUSTICE zurück. Eine kompakte, harte, riffstarke Platte. Als Single ausgekoppelt hat das Peiner Quintett einen alten Bekannten im neuen Gewand: „Head Full Of Bullets“, zum ersten Mal 2016 veröffentlicht und jetzt neu arrangiert. Der klingt heute so:

Video „Head full of bullets“

Tatsächlich gibt es Shotgun Justice schon seit mehr als 20 Jahren. Seit dem Vorgänger-Album, „State Of Desolation“ (2016), gab es (nur) zwei Singles in der Diskographie. Da weckt die neue EP „Circles“ besonders die Neugierde und wir sprachen mit der gesamten Band – Marco Kräft (g/v), Erik „Kutte“ Dembke (g), Kai Brennecke (g), Tobias Gross (d) und Tom Steinbock (b) liefern Antworten.

Shotgun Justice: Interview

Erzählt ein wenig, wie das Album entstanden ist. Euer letzte Lebenszeichen ist schon etwas her – und wie läuft es bei Euch mit Kompositionen?

Kai: Stimmt, das letzte Album ist in der Tat schon viel zu lange her, aber wie man so sagt: ein guter Wein braucht seine Reifezeit! Was das Komponieren angeht, komme ich meistens mit neuen Riffs oder Songstrukturen an, die Erik und ich dann zusammen weiter ausarbeiten. Das stellen wir dann der Band vor. Wenn die Idee taugt, wird sie im Proberaum auskomponiert und arrangiert, bis ein fertiger Song steht, der allen gefällt. Erik und ich haben unseren eigenen Stil zu komponieren, ergänzen uns dadurch aber auch extrem kreativ, so dass in der Regel etwas Brauchbares, Abwechslungsreiches heraus kommt. Auch die Aufnahmen im Studio verliefen dieses Mal wesentlich professioneller.Daran hatte sicherlich auch unser Produzent einen großen Anteil.

Erik: Ursprünglich sind wir ins Studio gegangen, um ein neues Demo aufzunehmen. Wir sind dann in einen extrem konstruktiven, kreativen Workflow gekommen, so dass wir uns dann dazu entschieden, ein Album zu machen. Aufgrund unserer beruflichen Situation war es aber leider nicht möglich, die Studiozeit am Stück zu nehmen, wir mussten die Aufnahmetermine entsprechend koordinieren. Nach unserem letzten Album „State of Desolation“ (2016) haben wir 2020 „In your Face“ als digitale Single veröffentlicht. Jetzt war es höchste Zeit, endlich nachzulegen. Wir haben sogar -zig Ideen für neue Songs, aber an das detaillierte Schreiben, Komponieren und Arrangieren werden wir uns erst nach dem CD-Release machen. 6. März 2026)

Shotgun Justice: Neues Album "Circles". Pic: Erick Miotke
Shotgun Justice: Neues Album „Circles“. Pic: Erick Miotke

Was bringt Euch dazu, vor allem sozialkritische Texte zu schreiben?

Erik: Bei all dem Augenmerk, das wir auf ausgefeilte, abwechslungsreiche Arrangements legen, ist es unserer Meinung nac unpassend, simple Rock`n`Roll-Partyfun-Texte zu schreiben. Das passt nicht zu uns, ist nicht unser Ding. Wir haben den Lyrics schon immer eine spezielle Bedeutung zugemessen, da sie auch gehaltvolle Aussagen treffen sollen. Was liegt da näher, als über Dinge zu schreiben, die einem als Musiker und Songwriter auf der Seele brennen. Der tägliche Blick in die Welt bietet Unmengen an Ideenfutter.

Eure Releases zuvor habt ihr über Kernkraftritter veröffentlicht (einem Label aus Eurer Region). Woran lag es, dass ihr jetzt eine Eigenveröffentlichung gewählt habt – liegt es am „härteren Programm“ von KKR?

Erik: Das ist nicht unbedingt der Grund für die Entscheidung gewesen, das Album im DIY-Verfahren auf den Markt zu bringen. KKR Records ist aber nun definitiv ein Label für den etwas härteren Musikgeschmack, das stimmt, und wir wären da ein bisschen das pinke Einhorn unter lauter fiesen Monstern [lacht]. Mit der Eigenveröffentlichung haben wir einen roten Faden durch den Produktionsprozess gezogen. Wir wollten zu jeder Phase unsere Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit behalten. Der Kernkraftritter selbst ist ein Supertyp, der 24/7 für die Musik und seine Bands lebt. Wir sind ihm freundschaftlich verbunden. Dass wir unser Album jetzt ohne KKR herausbringen, heißt ja nicht, dass wir nicht an anderer Stelle oder zu einer anderen Zeit wieder etwas mit dem Label zusammen machen.

Shotgun Justice "Circles" - Cover
Shotgun Justice „Circles“ – Cover

Beim ersten Blick auf das Cover denkt man noch an ein Space-Planeten-Bild, beim genaueren hinschauen wird es zur Kugel, die aus einem Lauf gefeuert wurde – Shotgun Bullet Justice. Richtig erkannt?

Kai: Sehr interessante Sichtweise von Dir, wir haben das so noch gar nicht gesehen. Aber jetzt, da Du es erwähnst, ist da tatsächlich etwas dran. Die Ausgangs-Idee war, dass sich das Cover von den Metal-Klischees abhebt und dem Betrachter Platz für freie Interpretationen lässt. Das ist uns dann ja, anscheinend gelungen, wie Deine Frage zeigt.

Marco: Deine Theorie ist uns bisher noch nicht zu Ohren gekommen. Dabei gibt es gibt schon einige Mutmaßungen darüber, was wir mit dem Cover sagen wollen. Wenn man das Cover aufklappt, kann man den inhaltlichen Bezug zu einer Textzeile des Titelsongs erkennen: „…the world keeps running still in circles“. Die Lyrics handeln davon, dass der Mensch als Individuum, aber auch die Menschheit als Ganzes, nicht imstande ist, aus Fehlern zu lernen. Alles scheint sich zu wiederholen und im Kreis zu drehen, so wie auch der Planet auf unserem Cover.

Zum Release habt ihr ein Heimspiel in Peine organisiert . Wie seid Ihr auf den Support „Solar Conquest“ aus Köln gekommen?

Tom: Die Jungs von Solar Conquest waren mit die ersten, die sich auf unsere Ausschreibung für eine Gastband gemeldet haben. Ihre Musik und ihr Erscheinungsbild sind uns sofort ins Auge bzw. ins Ohr gefallen. Dass sie bei 50 eingegangenen Bewerbungen immer noch die Nase vorn haben würden, hätte uns einige Arbeit ersparen können, wenn wir dies schon zu Beginn geahnt hätten. Das sind sehr interessante und extrem talentierte junge Musiker, auf die wir uns mächtig freuen. Wird bestimmt ein Riesending mit Solar Conquest und Shotgun Justice!“

Shotgun Justice - Metal aus Peine (Pic: Erick Miotke)
Shotgun Justice – Metal aus Peine (Pic: Erick Miotke)

Warum eine Neuaufnahme des Songs „Head full of Bullets“?

Tobias: Wie schon erwähnt hatten wir aufgrund des Flows im Studio die Möglichkeit ergriffen, zu den Songs, die für das Demo geplant waren, weitere aufzunehmen – einer davon war „Head Full of Bullets“. Der war schon auf „State of Desolation“. Jetzt haben wir ihm ein neues Gewand verpasst. Ich finde, gerade dieser Track zeigt jetzt, wie wir uns entwickelt haben. Das Remake ist kompakter als die ursprüngliche Version, der Song ist auch ein wenig umarrangiert. Außerdem ist „Head Full…“ der perfekte Song für einen Video-Clip (s.o.) Beides – die neue Studio-Version und das Video – kann man als absolut gelungen bezeichnen.

Wenn Euch noch was unter den Nägeln brennt, gern ergänzen!

Kai: Wir haben jetzt einige Aktivitäten vor uns. Als nächstes CD-Release am 6.3. und am Folgetag die Release-Show in der Garage Peine. Weitere Auftritte und Festivals folgen. Das wollen wir noch steigern, mehr, größer, weiter. Sendet uns gerne Booking-Anfragen, ein paar Termine sind 2026 noch frei. Wir planen aber auch schon für 2027. Außerdem kommt noch ein weiteres Video. Das nächste Album ist für 2027 geplant. Jetzt freuen wir uns erstmal riesig, wieder auf die Bühne zu kommen und uns den Fans neu zu präsentieren. Wir sind alle schon mächtig gespannt auf das, was kommt. Auf jeden Fall fetten Dank für Eure Fragen und Grüße an alle Metalheads da draußen!

Next Live Gigs

07.03.2026 Peine – Garage
18.04.2026 Hildesheim – Thav
06.06.2026 Sophiental – Rock am Kanal
12.09.2026 Braunschweig – Musikfest

shotgun justice im Web

Shotgun Justice Website
www.shotgunjustice.de

Shotgun Justice bei Facebook
www.facebook.com/shotgunjusticegermany

Shotgun Justice bei YouTube
www.youtube.com/shotgunjusticegermany

Shotgun Justice bei Spoti
https://open.spotify.com/intl-de/artist/7ame2Ulw8g8uyuIcQeimwG?si=A4sl_hf_QXaHEjii1BSa2Q

.

Nach oben scrollen