SAINTED SINNERS – High On Fire: dem bockstarken Vorgänger ebenbürtig (Audio & Video) [ Hard Rock | Classic Hard Rock | The Essence Of Rock ’n‘ Roll ]

Nachdem Ausnahme-Gitarrist Frank Pané mit seiner Band SAINTED SINNERS – samt runderneuerter Mannschaft – gegen Ende 2020 mit „Unlocked & Reloaded“ überraschend doch noch ein weiteres Album an den Start gebracht hat, um dann gleich 2021 mit „Taste It“ nochmals mächtig nachzulegen, haben sich er und seine Mannen für Album Nr. 5 etwas mehr Zeit genommen. 

Ziemlich genau vier Jahre nach „Taste It“ stehen sie nun mit „High On Fire“ parat. Seither hat sich im Bandgefüge glücklicherweise nicht viel geändert. Lediglich Bassist Rico Bowmen gehört leider nicht mehr zum Lineup. Für ihn ist nun Samy Seaman (ex-FREEDOM CALL) mit von der Partie. Aber nun endlich ans Eingemachte, an die neuen Songs. Insgesamt zwölf Perlen, mit denen es gilt, die mit dem Vorgänger selbst hoch auferlegte Latte zu überqueren, erwarten die treue und stets wachsende Anhängerschaft der international hochkarätig besetzten Band. Die beiden im Vorfeld veröffentlichten Singles „World’s On Fire“, das unverkennbar mit faszinierenden VAN HALEN-Vibes spielt und Frank Pané somit seiner Verehrung für Eddie Van Halen freien Lauf lassen kann, sowie das hymnische „Out Of The Blue“, das virtuos verkörpert, was für mich persönlich SAINTED SINNERS ausmacht: Positive Stimmung, Uptempo-Groove und richtig geile Hooks. Dem stehen der Opener „Crown Of Throns“, der gegen Ende auf den quirlig-gurgelnde Keyboards von Ernesto Ghezzi gebettet ist und somit den perfekten Nährboden für die Solo-/ Lead-Parts von Frank Pané bereitet, und der fette Groover „Night After Night“ nicht im Geringsten nach! Während „Sunshine“ im an LED ZEPPELIN angelehntem Groove ums Eck stapft, stößt man mit dem feinfühlig-bluesigen „Hide In The Dark“ in fast neoklassisch angehauchte Gefilde vor. Gerade, wenn man diese beiden Nummern einander gegenüberstellt, muss man vor der Gesangsleistung von Jack Meille bedingungslos den Hut ziehen. Einfach brillant mit welchen Stimm- und Harmonieumfang er über das komplette Album zu wirken weiß. Des Weiteren kristallisieren sich gegen Ende der Scheibe der fast Lava-zähe Rocker „Lost In A Storm“, der auf einem Album der frühen BLACK SABBATH-Phase mit Sicherheit auch eine verdammt gute Figur gemacht hätte, und die hitverdächtige Abschluss-Nummer „Who Are You“, die mit Chören in bester QUEEN-Manier auftrumpft, als wahre Killer heraus. Außerdem will ich an dieser Stelle auch die wunderschöne Ballade „Empty Days Of Wonder“, die mich hier und da an die großen Momente von BONFIRE in den 80ern erinnert, unbedingt erwähnen.   

(Rock Of Angels Records/ 21.11.2025)

Kurzum: In meinen Ohren ein mehr als gelungenes Album, das schon ziemlich stark beginnt und nach hinten raus sogar noch mächtig zuzulegen vermag. Ob nun „High On Fire“ stärker ausfällt als der Vorgänger „Taste It“, das nach wie vor mein Lieblingsalbum von SAINTED SINNERS ist? Gute Frage, denn für mich sind beide Alben beinahe ebenbürtig!

Die Wertung

Gesamt: 9,5/10

Mehr zu SAINTED SINNERS im Netz:

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http://www.saintedsinners.com

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